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07. Juli 2025

Campixx hautnah – Unser Recap Teil 2

Vorsicht Druckbetankung!

Blankenfelde-Mahlow, Berlin, 13. Juni 2025. Tag 2 auf der renommierten Konferenz für SEO, Content-Marketing und digitale Marketingstrategien – und mittendrin Olga Ernst und Andreas W. Ditze. Nach der spannenden Auftaktrunde starten sie mit frischer Energie erneut durch und nehmen euch mit auf eine Reise durch spannende Themen und Trends aus der Welt von SEO, Online-Marketing und Digitalstrategien. Freut euch auf wertvolle Learnings aus einem abwechslungsreichen Experten-Panel.

Selfie von Andreas Ditze und Olga Ernst auf der Campixx 2025

Insights. Highlights. Spotlights.

Wir haben die vielen positiven Eindrücke des ersten Tages noch gar nicht richtig verarbeiten können, da wird bereits nachgeschoben. Aber das ist Campixx. Kein Stillstand. Immer weiter. Der zweite Tag der Campxx 2025 hatte es in sich. Wir freuen uns, hier davon zu erzählen.

Moderator Wolfgang Jung eröffnete den Tag mit organisatorischen Hinweisen und einer kurzen Einführung zum Thema Content-Strategie. 

Im Mittelpunkt stand die Keynote von Robert Weller, Dozent für Content-Marketing und Autor des Buches »Content-Design«. Der Vortrag bot spannende Einblicke, warum viele Content-Strategien in der Praxis scheitern – und wie Unternehmen es besser machen können.

Warum viele Content-Strategien keine sind und scheitern werden

Eine Keynote von Robert Weller

Was eine erfolgreiche Content-Strategie ausmacht

Robert Weller stellte gleich zu Beginn klar: Viele sogenannte Content-Strategien greifen zu kurz oder lassen zentrale Elemente außer Acht. Dadurch bleiben sie wirkungslos und erzeugen Unzufriedenheit im Unternehmen. Laut Weller gehören zu einer wirklich erfolgreichen Content-Strategie folgende Bausteine:

  • Zweck
    Zunächst müssen die geschäftlichen Ziele klar definiert werden – was will ich mit meinem Content erreichen?
  • Zielgruppen-Verständnis
    Die Bedürfnisse und Probleme der Zielgruppe müssen erkannt werden, damit Content überhaupt Relevanz entfalten kann
  • Themen-Architektur
    Die Kernbotschaften und Themenfelder sollten priorisiert und organisiert werden
  • Strategy Statement
    Die gesamte Strategie lässt sich in einer Zusammenfassung präzise auf den Punkt bringen
  • Content- und System-Design
    Strukturen und Produktionsprozesse müssen klar definiert sein
  • Workflows und Tools
    Umsetzungsprozesse und die richtigen Werkzeuge sind für Effizienz und Qualität entscheidend
  • Inventar
    Bestehende Inhalte sollten regelmäßig analysiert und dokumentiert werden
  • Erfolgsmessung
    Klare Kennzahlen (KPIs) geben Aufschluss über die Wirksamkeit der Inhalte
  • Editorial Plan
    Ein transparenter Produktionskalender sorgt für Planbarkeit
  • Unterstützende Tools
    Die richtigen Tools vereinfachen Arbeitsabläufe und Qualitätsmanagement

Weller machte außerdem typische Schwächen deutlich: schlechte Content-Qualität, unklare Ziele, mangelnde Zielgruppen-Orientierung, ineffektive Verbreitung und interne Produktionshürden.
 

Blick auf das Auditorium während eines Vortrags auf der Campixx

Strategisches Denken zahlt sich aus: Praxisbeispiele und Erfolgsfaktoren

Im zweiten Teil wurden zentrale Strategie-Fragen erörtert, angelehnt an Vordenker wie Roger Martin, Michael Porter, Chan Kim, Renee Mauborgne und Rita Gunther McGrath. Strategie bedeutet immer, klare Entscheidungen zu treffen:

  • Was ist das Ziel?
  • Wo und wie wollen wir gewinnen?
  • Was brauchen wir dazu?
  • Wie organisieren wir uns?
  • Woran messen wir den Erfolg?


Robert Weller untermauerte diese Überlegungen mit drei praxisnahen Beispielen:
 

  1. Red Bull setzt auf die Positionierung rund um Action und Extremsport
  2. The Economist baut Vertrauen und Glaubwürdigkeit durch erfahrene Journalisten und hochwertigen Content auf
  3. BBC beschleunigt den digitalen Wandel, experimentiert mit neuen Formaten und Kanälen


Auch bei SaaS-Anbietern zeigt sich: Erfolgreiche Content-Strategien benötigen regelmäßige strategische Anpassungen, vor allem bei der Zielgruppenerweiterung. Innovation und etablierte Prozesse sorgen zudem für Wettbewerbsvorteile, die sich nicht einfach kopieren lassen – wie Robert Weller am Beispiel von Marco Reus als Schaltzentrale im Fußballteam veranschaulichte.

Zum Abschluss wurde noch einmal betont, wie wichtig es ist, auch nach der Session (ja, richtig gelesen!) weiter an Fragen und der eigenen Content-Strategie zu arbeiten. Die Keynote lieferte damit nicht nur Denkanstöße, sondern auch einen praxisnahen Werkzeugkasten für jede Organisation, die ihre Content-Strategie auf ein neues Level heben will.

SEO ist tot. Google auch. Webseiten sowieso. Und wir? Auf Jobsuche?

Eine Session von Dani Leitner

Die Entwicklung von SEO: Totgesagte leben länger

Wieder einmal wurde auf der Campixx das große Schlagwort in den Raum geworfen: »SEO ist tot!« Doch wie Dani Leitner (die Dani sprach mit einem super-liebenswerten Schweizer Akzent … zum Verlieben) anschaulich zeigt, ist das Gegenteil der Fall. SEO war und ist ein wandelndes Feld – von den Anfängen mit kleinen Webseiten über den Boom der Online-Shops bis hin zur heutigen Dominanz von AI-gestützten Suchmaschinen. Immer wieder entsteht der Eindruck von Stillstand oder Überflüssigkeit, tatsächlich entwickelt sich die Disziplin jedoch unaufhörlich weiter.

Dabei entstehen viele Missverständnisse – gerade bei Entscheidungsträgern, die der Auffassung sind, SEO werde bald vollständig von künstlicher Intelligenz ersetzt. Dies führt oft zu strategischen Fehlern. SEO bleibt jedoch nach wie vor unverzichtbar: Technische Faktoren wie Crawling, Indexierung und Lesbarkeit bleiben grundlegend, vor allem im Hinblick auf AI-Crawler, die häufig Schwierigkeiten mit JavaScript haben.
 

Blick auf das Foyer der Campixx 2025

Fehler, Herausforderungen und Wege in die Zukunft

In der Session wurden die sieben größten SEO- und AI-Fehler für 2025 herausgearbeitet:

  • Meinungen ignorieren
    Häufigster Fehler ist es, die Einstellung der Entscheider zu ignorieren. Viele halten SEO für überholt und treffen daher riskante Entscheidungen.
     
  • Technik vernachlässigen
    Technische SEO bleibt die Grundlage jeder Sichtbarkeit. Themen wie robots.txt, User-Tests bei Relaunches und neuere Faktoren wie »Interaction to Next Paint« (INP) sollten nie außer Acht gelassen werden.
     
  • Backlinks und Social Signals unterschätzen
    Trotz eines gewissen Stigmas in Deutschland helfen sie nach wie vor, Relevanz und Autorität für AI-Systeme zu signalisieren.
     
  • EEAT-Faktoren stärken
    Expertise, Autorität und Vertrauen (EEAT) zählen zu den entscheidenden Faktoren im AI-Zeitalter. Hochwertiger Content und externe Verifizierungen spielen eine Schlüsselrolle.
     
  • Content-Junking und Wasserzeichen bei AI-Inhalten
    Google & Co. bevorzugen heute klar strukturierte, leicht verdauliche Inhalte wie FAQs. Gleichzeitig sind AI-generierte Inhalte oft mit unsichtbaren Wasserzeichen versehen – regelmäßige »Human Reviews« sind deshalb Pflicht.
     
  • Rechtliche Aspekte beachten
    AI-Content ist rechtlich heikel, da das Urheberrecht nicht klar greift. Quellenprüfung und Authentizität sind wichtiger denn je.
     
  • Transparenz und Nachvollziehbarkeit fördern
    Logging von AI-Prompts, die C2PA-Initiative sowie das »KIF-Prinzip« (Kinder, Idioten und Vorstände) helfen, komplexe Themen verständlich zu machen und Vertrauen zu schaffen.
     

Der Rückblick auf den aktuellen Status Quo zeigt: Anpassung ist und bleibt das A und O. Wer stehenbleibt, läuft Gefahr, im AI-Zeitalter ausgebootet zu werden.

Unternehmen und SEO-Profis müssen sich ständig weiterbilden, neue Tools nutzen und kreative Strategien entwickeln. Besonders spannend wird die Frage der Authentizität von Inhalten – etwa, wenn Watermarks künftig nicht als Problem, sondern als Qualitätsmerkmal dienen könnten.

Porträtfoto Olga Ernst

Mein Fazit

»Die Branche ist im Wandel, aber tot ist SEO keinesfalls. Wer die Entwicklungen aufmerksam verfolgt und bereit ist, sich anzupassen, bleibt auch im AI-Zeitalter relevant.«

Olga Ernst

Meine Top-10 Tricks zum Kampagnen-Tracking für mehr Wissen

Eine Session von Joachim Nickel

Joachim Nickel, Open-Source-Evangelist und Webanalytics-Experte bei chop solutions, gab auf der CAMPIXX spannende Einblicke in seine Best Practices rund ums Kampagnen-Tracking. In seinem Vortrag präsentierte er seine persönlichen Top-10 Tricks, wie Unternehmen und Marketer mit einfach umsetzbaren Kniffen sofort bessere Einblicke in ihre Kampagnen gewinnen können – ganz egal, ob es um Online-Ads, Social Media oder klassische Offline-Werbung geht. Die wichtigsten Learnings und Praxistipps aus seinem Talk haben wir für dich zusammengefasst.

Praktische Tricks für dein Kampagnen-Tracking

  1. Kampagnenparameter clever nutzen 
    Ob in Ads, Social Media Posts oder Newslettern: Die richtigen Parameter machen den Unterschied! Sogar in der E-Mail-Signatur lassen sich Kampagnen-Parameter unterbringen, um Klicks präzise zuzuordnen. So erhältst du detaillierte Daten über die Performance verschiedenster Kanäle.
     
  2. QR-Codes optimal einsetzen
    Gerade bei Print-Kampagnen können lange URLs mit umfangreichen Parametern zu unhandlichen, schwer scanbaren QR-Codes führen. Joachim empfiehlt daher, auf URL-Shortener wie yourls.org zu setzen und die Short-Links über vertrauenswürdige Domains weiterzuleiten. Das macht die Codes deutlich kompakter und erhöht die Scan-Rate.
     
  3. Kanal und Quelle sauber erfassen
    Verwende in deinem Tracking eine eindeutige Unterscheidung zwischen organischem (z. B. unbezahltem) und bezahltem Traffic, sei es aus Social Media, Suche oder anderen Kanälen. Dadurch bleibt dein Reporting sauber und du erhältst genaue Einblicke, welcher Kanal wirklich performt.
     
  4. Themenbereiche gezielt tracken
    Mit Parametern wie `utm_content` oder `mtm_content` kannst du festhalten, welcher Content innerhalb einer Kampagne besonders gut funktioniert. Das hilft dir, Marketingmaßnahmen noch gezielter auszusteuern und die Inhalte auf die Interessen deiner Zielgruppe abzustimmen.
     
  5. Mobile Spezialfälle berücksichtigen
    Speziell auf Smartphones kann das Öffnen der Tab-Übersicht zu unerwarteten Seitenaufrufen im Analytics-Tool führen. Solche Messfehler solltest du bei der Auswertung im Blick behalten, um die Daten korrekt zu interpretieren.


    Fazit: Kleine Anpassungen, große Insights
    Die vorgestellten Tricks und Empfehlungen sind einfach umzusetzen und liefern oft sofort klare Ergebnisse für die Optimierung des Kampagnen-Trackings.

    Mehr Infos, Praxisbeispiele und Hilfestellungen findest du im ausführlichen How-to von Joachim Nickel unter https://www.chop.de/matomo/kampagnen-tracking/

Porträtfoto von Andreas W. Ditze

Mein Fazit

»Wer URLs durchdacht parametrisiert, QR-Codes für Print clever gestaltet und durch differenziertes Tracking Klarheit über Kanäle und Inhalte gewinnt, holt spürbar mehr aus seinem Marketing-Budget.«

Andreas W. Ditze

Warum eine glasklare Positionierung so verdammt sexy ist

Eine Session von Andrea Grundmann

Die Psychologie hinter klarer Positionierung

Ohne glasklare Positionierung ist nachhaltiger Erfolg in der Kommunikation und im Marketing kaum möglich. Diese Erkenntnis zog sich wie ein roter Faden durch die Session von Andrea Grundmann. Sie stellte heraus: Wer sich nur oberflächlich positioniert und auf festgefahrene Baukästen zurückgreift, wirkt beliebig – und verliert an Anziehungskraft. Wirklich »sexy« wird eine Marke oder Person, wenn sie weiß, wer sie ist, wofür sie steht und dies authentisch verkörpert.

Dieses Charisma speist sich weniger aus Perfektion, sondern aus Selbstbewusstsein, Authentizität und einer starken »Story of Self«. Andrea Grundmann verwies auf die Forschungen von Daniel Kahnemann, der in seinem Zwei-Systeme-Modell beschreibt, wie Entscheidungen oft unbewusst-emotional getroffen werden. System 1, das schnelle und intuitive System, reagiert besonders stark auf emotionale Klarheit und Konsistenz. Das bedeutet: Emotional aufgeladene, eindeutige Botschaften, die auf den ersten Blick klarmachen, wofür jemand oder ein Unternehmen steht, schaffen Aufmerksamkeit und Vertrauen. In einer Welt voller Reize sehnen sich Menschen nach Klarheit. Wer jetzt auf Überladung, vage Worte und Weichzeichner verzichtet, sticht positiv heraus.

Ecken, Kanten und der Weg zur echten Story of Self

Klar positioniert zu sein, bedeutet auch, sich nicht hinter Perfektion zu verstecken. Ecken, Kanten und Unvollkommenheit machen Marken und Persönlichkeiten erst greifbar. Beispiele wie Britta Behrens, Paul Lanzerstorfer oder auch Arnold Schwarzenegger (der sich über Jahrzehnte immer wieder neu, aber stets authentisch positionierte) machten deutlich: Klarheit ist ein kontinuierlicher Prozess. Die eigene Geschichte und zentrale Werte müssen laufend überprüft, verdichtet und gezielt kommuniziert werden. So entsteht emotionale Konsistenz und damit starke Anziehungskraft.

Auch im Alltag, etwa auf LinkedIn, empfiehlt Andrea Grundmann eine konsequente Kombination aus persönlichen und fachlichen Inhalten. Persönliche Beiträge schaffen Nähe und Verbindung, während Expertise die eigene Position untermauert. Unternehmen wiederum sollten ihre Führungskräfte und Teams ermutigen, eigene Werte und Geschichten zu teilen, um dem Unternehmen nach außen ein menschliches Gesicht zu geben. Gerade in einer Welt, in der künstliche Intelligenz und austauschbare Botschaften zunehmen, wird Authentizität zum zentralen Unterscheidungs­merkmal

Abschließend wurde diskutiert, dass eine klare und sogar konträre Positionierung – wie im Beispiel der Marke True Fruit – viel Mut und Überzeugungskraft erfordert. Diese Klarheit muss laufend gepflegt und an aktuelle Entwicklungen angepasst werden.
 

Porträtfoto Olga Ernst

Mein Fazit

»Klare Positionierung verlangt Mut, echte Auseinandersetzung mit den eigenen Werten und kontinuierliche Kommunikation – doch genau das macht sie ›verdammt sexy‹.«

Olga Ernst

Global denken, lokal optimieren – Internationales SEO für B2B

Eine Session von Stefan Godulla

Stefan Godulla gab uns wertvolle Einblicke, wie Unternehmen ihre Online-Präsenz international erfolgreich gestalten. Im Fokus standen die Besonderheiten von B2B-SEO, typische Herausforderungen in internationalen Märkten und handfeste Praxis-Tipps zur Optimierung von Inhalten und Technik.

Internationale Herausforderungen im B2B-SEO

Stefan Godulla betonte zunächst die spezifischen Anforderungen des B2B-SEO im internationalen Kontext. Neben einer fundierten Keyword-Recherche stehen vor allem lokale Übersetzungen und die sprachliche Anpassung von Fachbegriffen im Mittelpunkt. Gerade bei technischen Produkten – wie zum Beispiel »Zentrifuge« oder »Separator« – existieren in verschiedenen Ländern unterschiedliche Begrifflichkeiten und Suchgewohnheiten. Wer hier nicht sauber übersetzt, läuft schnell Gefahr, von potenziellen Kunden schlichtweg nicht gefunden zu werden.

Anhand einer Fallstudie eines traditionsreichen Maschinenbau-Unternehmens wurde deutlich: Die Wahl der richtigen Keywords entscheidet über Sichtbarkeit und Zielgruppen-Ansprache. Zum Beispiel führte die gezielte Optimierung auf »Industriezentrifuge« statt »Zentrifuge« dazu, relevantere User und Anfragen zu generieren.

Doch die reine Übersetzung reicht nicht aus. Falscher Inhalt oder unpassende Terminologie können Vertrauen zerstören und wirken sich negativ auf die Nutzer-Erfahrung und Conversion-Rate aus. Daher empfiehlt Stefan Godulla, bei internationalen Projekten stets auf professionelle Übersetzer mit Branchenkenntnis zu setzen und alle Inhalte regelmäßig einer Qualitätskontrolle zu unterziehen.

Technische und inhaltliche Maßnahmen für mehr Sichtbarkeit

Ein zentrales Thema der Session waren konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Indexierung und Sichtbarkeit von Produktseiten auf internationalen Märkten:

  • Sprungziele bei Paginierungen
    Gerade bei umfangreichen Produktübersichten helfen Sprungziele, Suchmaschinen das Crawling und damit die Indexierung zu erleichtern
  • Optimierung der Produktseiten
    Hochwertige Bilder, ausführliche Texte und strukturierte Daten sind essenziell, um sich sichtbar von der Konkurrenz abzuheben
  • Strukturierte Daten
    Die Integration von strukturierten Daten unterstützt Suchmaschinen dabei, Seiteninhalte korrekt zu verstehen und auszuspielen.

Inhaltlich zählt neben klaren und informativen Produkt-Beschreibungen vor allem die Anpassung auf lokale Anforderungen. Inhalte sollten nicht nur für bestehende, sondern gezielt für neue Kunden erstellt werden. Storytelling, Use Cases und Beispiele helfen bei individuellen Produkten, etwa im Bereich Verpackungsmaschinen, den Nutzen verständlich zu machen.

Als praktischer Tipp wurde zudem die Einführung von Checklisten für CTAs (Call-to-Actions) empfohlen: Ein Beispiel aus der Runde zeigte, wie eine fehlerhafte Übersetzung (»Shop Spring Now« – »Spring« als »Frühling« statt »Feder«) zu massiven Missverständnissen führen kann. Ein sorgfältiger Sprachcheck vermeidet solche Fehler.

Abschließend lud Stefan Godulla die Teilnehmer ein, sich zu vernetzen und den internationalen Erfahrungsaustausch fortzusetzen – denn globales Denken und lokale Optimierung sind unerlässlich für nachhaltigen SEO-Erfolg im B2B.

Porträtfoto von Andreas W. Ditze

Mein Fazit

»Wer B2B-SEO international ernst nimmt, denkt lokal, optimiert technisch präzise und setzt auf professionelle Übersetzungen – für echte Sichtbarkeit, die auch über Grenzen hinweg funktioniert.«
 

Andreas W. Ditze

Smartes Repurposing: Wie KI deine Content-Strategie aufs nächste Level hebt

Eine Session von Simone Bogner

Simone Bogner von Agorapulse zeigte auf der Campixx, wie Künstliche Intelligenz (KI) als Booster für eine zukunftsorientierte Content-Strategie eingesetzt werden kann – mit System und Persönlichkeit!
 

KI als kreativer Verstärker statt Content-Maschine

Seelenloser KI-Content beeindruckt niemanden. Doch durch einen systematischen Ansatz wird KI zur kreativen Verstärkung deiner Marke. Simone stellte die sogenannte Repurpose-Pyramide vor: Herzstück dieses Konzepts ist es, vorhandene Inhalte gezielt für verschiedene Kanäle und Zielgruppen neu aufzubereiten, sodass mehr Reichweite entsteht, aber die eigene Stimme und Persönlichkeit erhalten bleiben.

Mit KI-Tools lassen sich kreative Blockaden überwinden. Bestehende Inhalte wie Webinare werden beispielsweise mit Capcut oder Quso.ai in kurze Video-Highlights oder Social-Media-Posts verwandelt. Podcast-Episoden entstehen mit NotebookLM dank Text-to-Speech nahezu automatisiert, während zentrale Tools wie Agorapulse den gesamten Veröffentlichungsprozess für Blogs, Social Posts oder Audioformate koordinieren.

Content-Universum statt Einweg-Content

Das Ergebnis: Ein einziges Webinar kann zum Ausgangspunkt für ein ganzes Content-Universum werden – vom ausführlichen Blogartikel über knackige Short-Videos bis zum Podcast. Alles passgenau aufbereitet für die jeweiligen Kanäle, automatisiert geplant und smart verteilt: Mit dem richtigen Tech-Stack gelingen Vielfalt und Konsistenz fast mühelos.

Fazit

KI ersetzt keine kreativen Köpfe. Sie hilft aber, mit weniger Aufwand viel mehr Wirkung zu erzielen. Content Repurposing mit KI ist der perfekte Einstieg in die neue Ära des Marketings – für alle, die clever und effizient kommunizieren wollen.

Foto von einer Projektionsleinwand in einem Seminarraum mit der Anleitung, wie man Webinare in kurze Videos verwandelt. Im Vordergrund sitzt ein Mann mit grauem Haar und blauem Hemd, der die Präsentation betrachtet.
Präsentation von Simone Bogner, Agorapulse
Porträtfoto Olga Ernst

Mein Fazit

»Ich zitiere Ginni Rometty, den ehemaligen CEO von IBM: 
›KI wird den Menschen nicht ersetzen – aber Menschen, die KI nutzen, werden jene ersetzen, die es nicht tun.‹«

Olga Ernst

Barrierefreiheit: Neue Lage ab 28. Juni 2025

Eine Session von Martin Hinterdorfer

Am 28. Juni 2025 ist der European Accessibility Act in Kraft getreten. Damit beginnt für viele Unternehmen eine neue Ära der digitalen Barrierefreiheit. Martin Hinterdorfer hat auf der Campixx spannende Einblicke und praktische Tipps geteilt. Was sich jetzt ändert und wie Unternehmen davon profitieren können, erfährst du hier.

Foto von einer Projektionsleinwand in einem Seminarraum mit Informationen zum Barrierefreiheitsstärkungsgesetz. Daneben der Vortragende Martin Hinterdorfer. Im Vordergrund sitzt ein Mann mit Brille und schwarzem Polohemd, der die Präsentation verfolgt.
Präsentation von Martin Hinterdorfer, Gründer von e-dvertising

Gesetzliche Pflicht und große Chance

Seit dem 28. Juni sind Unternehmen mit mehr als 10 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie einem Jahresumsatz von über 2 Mio. Euro verpflichtet, ihre digitalen Angebote weitestgehend barrierefrei zu gestalten. Was zunächst nach bürokratischer Hürde klingt, ist tatsächlich eine große Chance: Wer seine Webangebote zugänglich macht, verbessert nicht nur die Kunden-Erfahrung, sondern spricht auch neue Zielgruppen an.

Barrierefreiheit ist mehr als gesetzliche Pflicht. Es geht um echtes Umdenken auf allen unternehmerischen Ebenen, denn Barrierefreiheit betrifft uns alle! Wie Martin Hinterdorfer auf der Campixx betonte: »Denkt an euch selbst!«

Praxistipps für mehr Barrierefreiheit

Für die Umsetzung gibt es bereits einfache, aber wirkungsvolle Ansätze:

  • Pflichtfelder sollten nicht nur mit Sternchen markiert, sondern als »erforderlich« ausgeschrieben werden
  • Pop-ups mit »Press & Hold« Buttons können blinden Nutzer:innen helfen, eine barrierefreie Version der Website zu finden
  • Dekorative Icons benötigen keinen Alt-Text – das spart Nutzer:innen mit Screenreader Zeit und Nerven

Hier geht es nicht nur um SEO oder Conversion-Optimierung, sondern um den nachhaltigen Aufbau inklusiver digitaler Angebote.

Weitere Informationen zum BFSG

Der Bund hat ein Portal mit allen wichtigen Informationen zur Barrierefreiheit eingerichtet:
https://www.barrierefreiheit-dienstekonsolidierung.bund.de/Webs/PB/DE/gesetze-und-richtlinien/barrierefreiheitsstaerkungsgesetz/barrierefreiheitsstaerkungsgesetz-node.html

tripuls hat dir das Wichtigste inkl. Selfcheck bereits in einer News zusammengefasst:
https://www.tripuls.de/news/impulse/barrierefreie-websites

 

Nicht noch ein SEO-Vortrag – So überleben Agenturen den KI-Hype
und gehen in Führung

Eine Session von René Delpy

René Delpy sprach darüber, wie Agenturen sich im aktuellen KI-Hype behaupten und sogar in Führung gehen können. Mit einer unterhaltsamen Einleitung – einer Anekdote aus den USA, die zum Titel inspirierte – machte er sofort deutlich: Wer in der Marketingwelt auffallen will, muss neue Perspektiven bieten und sich von der breiten Masse abheben.

Delpy berät gemeinsam mit Konsumenten-Psychologe Matthias Wiegerhoff zahlreiche Unternehmen, darunter DATEV, Erlagos und Marketinggrößen wie Timo Specht. Die beiden gehen in der Agentur-Welt neue Wege und setzen auf klare strategische Vorteile.

Impulse und Strategien für Agenturen im KI-Zeitalter

  • Pareto-Prinzip neu gedacht 
    Während man mit 20 % des Aufwands 80 % Ergebnis erreichen kann, ermöglichen KI-Tools wie Large Language Models heute teils sogar 96 % Output mit nur 4 % Input
  • Signature Frames und Systeme
    Agenturen brauchen eine klare Methode, die Unverwechselbarkeit schafft und ihnen einen echten Vorsprung verschafft
  • Kundenideen optimal nutzen
    Oft bringen Kunden bereits gute Ansätze mit, die aber durch gezielte Anpassung viel erfolgreicher werden, als generische Standardinhalte
  • Psychografische Ansprache
    Statt bei beliebigen LinkedIn-Postings zu verharren, können Agenturen mit motivbasierten Modellen (z. B. Disk-Modell) Zielgruppen passgenau erreichen
  • Branding & Positionierung
    Ein Schloss als Location für Kundenevents oder TÜV-Zertifizierungen für mehr Vertrauen – ungewöhnliche Maßnahmen werden zu einzigartigen Markenzeichen
  • Abgrenzungsmarketing
    Klare Werte und Standards ziehen exakt die Kunden an, die wirklich passen – und schrecken unpassende Anfragen ab


Durch Praxisbeispiele wie die humorvolle »Breaking Bad«-Kampagne, ein Podcast-Studio als Marketing-Inventar oder strategische Branding-Maßnahmen erhielten die Teilnehmer echte Einblicke in die Umsetzung.

Signature-Systeme und Erfolgsfaktoren für die Praxis

Ein zentrales Thema war die Entwicklung skalierbarer und einzigartiger Systeme in der Agenturarbeit:

  • Custom-Communication-System 
    Löst typische Probleme in Kundenkommunikation und Projektkultur
  • Dienst ohne Limit
    Generiert neue Kunden ohne Standard-Anfragen durch innovative Methoden
  • Reputationsmanagement und Conversion Cards
    Verbessern gezielt Bewertungen und öffnen Entscheider-Kontakte über neue Kanäle, wie z. B. Videokarten
  • Recruiting Flywheel
    Nutzt relevante Daten und KI für wirksames und effizientes Recruiting
  • Abgrenzungsmarketing
    Exklusive Standards und ein bewusst eingesetztes Ethik-Kollektiv machen den Unterschied im Marktumfeld


Die Teilnehmer wurden ermutigt, selbst Signature Frames zu entwickeln, KI gezielt im Agenturalltag einzusetzen und bei der Zielgruppenansprache auf motivpsychologische Modelle zurückzugreifen. Vertrauen und Klarheit entstehen durch konsistent aufgebaute Marken – sei es über exklusive Events, die eigene Zertifizierung oder smarte Kommunikationssysteme.

In der abschließenden Diskussionsrunde bot René Delpy an, weitere Ressourcen und Antworten auf offene Fragen bereitzustellen.
Kernbotschaft: Innovation, Systematik und konsequente Abgrenzung ermöglichen es Agenturen, nicht nur den KI-Hype zu überleben, sondern gestärkt daraus hervorzugehen.

Porträtfoto von Andreas W. Ditze

Mein Fazit

»Agenturen, die heute Signature-Systeme entwickeln, KI als Werkzeug verstehen, und konsequent ihre Werte leben, sichern sich einen echten Führungsplatz im Zeitalter der Marketing-Revolution.«

Andreas W. Ditze

Der Außen-Blick von KMU auf Agenturen: Das Verständnis fehlt

Eine Session von Anika Tholl

Anika Tholl gab uns tiefe Einblicke in die Sicht kleiner und mittelständischer Unternehmen (KMU) auf Agenturen. Aus ihrer langjährigen Erfahrung bei der HUGRO® GmbH – einem Unternehmen für Heimtierbedarf – schilderte sie, welche Herausforderungen KMU im Alltag bewältigen müssen und warum viele Agentur-Ansprachen an ihnen vorbeigehen.

Herausforderungen für KMU im Agenturalltag

Als Marketing- und PR-Managerin mit vielfältigen Zusatzaufgaben in Grafik, Produktentwicklung, Vertrieb und Key-Account-Management kennt Anika Tholl die Situation mittelständischer Unternehmen aus erster Hand. Sie machte klar, wie stark KMU unter immer neuen politischen Regelungen, wie GPSR, KI-Verordnungen oder EUDR leiden. Hinzu kommen der Fachkräftemangel – besonders im Produktionsbereich – und steigende Kosten für Löhne, Fracht, Energie sowie Versicherungen. Nicht zuletzt wirkt sich eine sinkende Kaufkraft der Verbraucher negativ auf die Investitionsbereitschaft in Tierbedarf aus.

Inmitten dieser Herausforderungen wenden sich unzählige Agenturen an KMU, um Dienstleistungen zu verkaufen. Gerade hier zeigte Anika Tholl deutliche Schwächen auf:

  • Viele Agenturen recherchieren vor der Kontaktaufnahme nicht, sondern verschicken standardisierte, unpersönliche E-Mails
  • Es fehlt oft an klaren Signaturen, konkreten Angeboten und einer individuellen Ansprache
  • Mitunter werden sogar automatisierte, KI-generierte E-Mails versandt, die wenig auf das Unternehmen eingehen
  • Manche E-Mails setzen auf subtilen Druck oder machen vage Versprechen, ohne tatsächlichen Mehrwert für das Unternehmen zu bieten

Anhand realer Beispiele illustrierte Anika, dass viele Anfragen bereits an der Oberfläche scheitern: keine relevanten Informationen, keine durchdachte Ansprache, keine einfach nachvollziehbaren Kontaktmöglichkeiten. Das führt dazu, dass der Mehrwert für das KMU unklar bleibt – und die Agenturen schnell aussortiert werden.

Empfehlungen an Agenturen und Fazit der Diskussion

Was können Agenturen besser machen? Aus Sicht von Anika Tholl und den diskutierenden Teilnehmern ergeben sich klare Empfehlungen:

  • Vor der Kontaktaufnahme sollten Agenturen gründlich recherchieren und das Unternehmen sowie dessen Herausforderungen kennen
  • Die E-Mails sollten klar, präzise und mit echtem Mehrwert formuliert sein
  • Eine persönliche, individuelle Ansprache ist essenziell – KI-generierte Massenmails sind fehl am Platz
  • Jede Mail sollte eine vollständige Signatur sowie unkomplizierte Kontaktmöglichkeiten enthalten

Im Zuge der Session kam es zu einer offenen und ehrlichen Diskussion. Teilnehmende aus dem Agenturumfeld zeigten Verständnis für die Kritik und entschuldigten sich für unprofessionelles Vorgehen ihrer Branche.
 
Gemeinsamer Konsens: Es braucht mehr Empathie und Verständnis für die Perspektive und alltäglichen Zwänge von KMU. Eine Podcast-Anfrage, um das Thema weiter zu vertiefen, wurde bereits initiiert.

Zum Abschluss bedankte sich Anika Tholl für das offene Feedback und die konstruktive Diskussion. Ihr Einblick zeigte eindrücklich, wie essenziell gegenseitiges Verständnis und individuelle Ansprache im Marketing-Miteinander sind.

Porträtfoto Olga Ernst

Mein Fazit

»Wer als Agentur überzeugen will, sollte sich Zeit für echte Beziehungen und transparente Kommunikation nehmen.«

Olga Ernst

Inhouse SEO in Corporates: Praktische Strategien

Eine Session von Torsten Lemser

Torsten Lemser (ING DIBA) teilte wertvolle Einblicke zum Thema »Inhouse SEO in Corporates: Praktische Strategien«. Sein zentrales Learning: Erfolgreiches Inhouse-SEO besteht nicht nur aus technischem Know-how, sondern vor allem aus exzellentem Stakeholder- und Beziehungsmanagement.

Warum Stakeholder-Management im Inhouse-SEO unverzichtbar ist

Torsten Lemser machte deutlich, dass Inhouse-SEO in großen Unternehmen ein echtes People-Business ist. Technisches SEO-Wissen allein reicht nicht aus. Entscheidend ist, die Ziele und Erwartungen der internen Stakeholder wirklich zu verstehen und komplexe SEO-Themen zielgruppengerecht zu vermitteln.

Wer passgenaue SEO-Maßnahmen entwickeln und wirklich umsetzen möchte, muss:

  • Die Bedürfnisse und Abläufe der Stakeholder kennen und wertschätzen
  • Die »Sprache« der jeweiligen Fachbereiche sprechen:
       - Klare Anforderungen über Ticket-Systeme wie JIRA oder Azure DevOps formulieren
       - Agile Methoden (Scrum, Backlog, Epic, MVP) verstehen und im Dialog nutzen
       - Technische Begriffe wie Release-Zyklen, Deployments und Environments sicher einsetzen
       - Content-Prozesse (Briefings, Freigaben, Formate) verstehen
       - Begriffe aus UX und Design (Wireframes, Prototypen, Accessibility) berücksichtigen
  • Die oft unterschiedlichen Abteilungsziele (z. B. Produktmanagement, IT, Legal, HR) respektieren und einbinden
Seitlicher Blick auf das Auditorium während eines Vortrags auf der Campixx
Teilnehmende während eines Vortrags auf der Campixx 2025

Praxistipps für erfolgreiche Inhouse-SEO-Kommunikation

Torsten Lemser gab eine Reihe konkreter Praxistipps aus der täglichen Arbeit:

  • Persönlicher Austausch zählt: Ein gemeinsamer Kaffee mit Stakeholdern bringt oft mehr als jede E-Mail
  • Auf Aussagen wie »It depends« verzichten und stattdessen für Klarheit und Verbindlichkeit sorgen
  • Business Cases klar mit Zahlen belegen – z. B. erwartete Traffic- und Umsatzsteigerungen
  • Reportings exakt auf die Zielgruppe zuschneiden und nur relevante Kennzahlen zeigen
  • Eigene Erfolge sowohl intern als auch extern sichtbar kommunizieren
  • Wissen aktiv teilen, Mythen abbauen und FAQ sowie Best Practices im Unternehmen veröffentlichen
  • Interne Workshops und Austauschformate mit Fokus auf Stakeholder-Ziele etablieren
  • Transparenz zu Zeit- und Budgetaufwand herstellen, denn nachhaltiges SEO braucht Ressourcen

Abschließend lässt sich festhalten: Effektives Stakeholder Management zählt zu den Schlüsselkompetenzen im Inhouse-SEO.

Porträtfoto von Andreas W. Ditze

Mein Fazit

»Nur wer Menschen, Abteilungen und deren Fachsprachen versteht und gezielt adressiert, kann nachhaltige SEO-Erfolge im Konzernumfeld erzielen. Erfolgreiches Inhouse-SEO ist damit immer auch Kommunikations- und Beziehungsarbeit.«

Andreas W. Ditze

SEO-Datenpower: GSC & Screaming Frog in Google Sheets vereint

Eine Session von Laura Perlitz

Laura Perlitz lieferte uns spannende Einblicke in die Verbindung zweier mächtiger SEO-Tools – der Google Search Console (GSC) und Screaming Frog – mit Google Sheets. Die Session zeigte praxisnah, wie sich Datenauswertungen und Projektmanagement effizient in der Cloud umsetzen lassen.

Google Sheets als zentraler Hub für SEO und Projektmanagement

Zu Beginn der Session stellte sich Laura Perlitz von der ganztags. GmbH vor und machte ihre Leidenschaft für SEO und Datenanalysen deutlich. Ein bemerkenswerter Einstieg: Sie betonte die große Zugänglichkeit von Google Sheets – ein Tool, das unabhängig vom technischen Hintergrund genutzt werden kann. Die meisten Teilnehmer waren bereits mit Formeln vertraut, allerdings weniger mit komplexeren Funktionen wie Queries oder Apps Scripts.  

Laura erklärte, dass Google Sheets besonders für kleinere Projektmanagement-Aufgaben und kollaboratives Arbeiten ideal ist. Neben grundlegenden Funktionen empfahl sie, Erweiterungen wie »Genetics for Sheets« zu nutzen, um Daten aus der GSC strukturiert zu visualisieren. Besonders hervorzuheben sind die Möglichkeiten, Datenbereiche flexibel zu definieren, Gruppierungsregeln zu erstellen und individuelle Ansichten zu bauen. So lassen sich gezielt Klicks, Daten-Validierungen und Fehler herausfiltern.

Praktische Beispiele & Tipps aus der Session

Live präsentierte Laura verschiedene, von ihr entwickelte SEO-Templates:

  • LLM Visibility Tracker
  • Accessibility Audit 

Beide Tools zeigen, wie effizient SEO-Daten in Google Sheets organisiert und visualisiert werden können. Sie demonstrierte den effektiven Einsatz von Queries zum Filtern und Aggregieren von Daten sowie den Nutzen von Index-Match- und Array-Formeln für umfassende Auswertungen.

Ein weiteres Highlight: Die Integration von Screaming Frog und GSC-Daten in Google Sheets. Voraussetzung hierbei ist die Aktivierung von JavaScript für den Export. Außerdem bleiben bestimmte Checks, insbesondere für Barrierefreiheit oder CO2-Rechnungen, weiterhin manuell. Doch das Zusammenführen beider Datentöpfe ermöglicht ein noch umfassenderes SEO-Monitoring.

Zum Abschluss gab Laura Tipps zum Aufbau flexibler Contentpläne in Google Sheets, die aktuelle Rankings, Keyword-Daten und geplante Assets enthalten. Sie betonte, wie einfach sich solche Pläne individuell an Kunden anpassen lassen.  

Laura teilte abschließend ihr LinkedIn-Profil und bot an, Vorlagen sowie weiterführende Erklärungen zur Verfügung zu stellen. Ihr Appell: Google Sheets gehört für effizientes SEO- und Projektmanagement in jeden Werkzeugkasten – insbesondere durch die Stärke von Templates, Formeln und flexibler Automatisierung mit Apps Scripts.
 

Rückblick, Ausblick & Highlights

Verabschiedung durch Marco Janck

Am 13. Juni 2025 fand die offizielle Verabschiedung der diesjährigen CAMPiXX statt. Marco Janck leitete den Abschluss der Veranstaltung mit einem persönlichen Rückblick und vielen spannenden Ausblicken auf das kommende Jahr ein.

Rückblick auf zwei intensive Tage

Marco Janck blickte auf zwei ereignisreiche Tage zurück und teilte seine Gedanken und Eindrücke mit den Teilnehmern. Trotz anfänglicher Unsicherheit hinsichtlich der eigenen Energie stellte sich die CAMPiXX als äußerst positiv und gelungen heraus. Besonders das gute Wetter wurde als Glücksfall hervorgehoben, da es maßgeblich zur entspannten und offenen Atmosphäre beigetragen habe.

Die beliebte Veranstaltung »Wer wird See und Her« fehlte in diesem Jahr zwar, aber das entstandene Vakuum konnte auf andere, weniger alkoholreiche Art ausgeglichen werden. Marco betonte die große Bedeutung von Networking während der CAMPiXX und kündigte an, diesen Aspekt im kommenden Jahr weiter zu fördern und auszubauen.

Zukunftspläne und strategische Schwerpunkte

Für das Jahr 2026 wurden zwei neue Termine vorgestellt:

  • AI:CAN
    Am 17. Juni 2026 erwartet Teilnehmer ein neues AI:CAN-Event im kleinen Rahmen
     
  • Camping
    Direkt im Anschluss, vom 18. bis 19. Juni 2026, findet wieder das beliebte Camping-Event an derselben Location statt. Der Link zum Onlineshop wird zeitnah veröffentlicht.

Strategisch wird die CAMPiXX im nächsten Jahr wieder einen starken SEO-Fokus setzen: Technische SEO und Markenaufbau stehen im Vordergrund. Ein wichtiger Punkt ist zudem die Optimierung für verschiedene Plattformen, denn hierzu gab es viel Interesse unter den Teilnehmern.

Ein besonderes Highlight wird ein neuer Track sein: Die Herausforderung, ein fiktives Produkt mit einem Budget von 10 Millionen Euro zu vermarkten – disziplinübergreifend und spannend beleuchtet. Zudem wird es erstmals einen englischsprachigen Track geben, um internationale Teilnehmer gezielt anzusprechen.

Zum Abschluss rief Marco Janck zu Feedback und konstruktiver Kritik auf, um die Veranstaltung weiterzuentwickeln. Ein großer Dank ging an alle Teilnehmenden, verbunden mit der Hoffnung auf ein Wiedersehen 2026. Positive Beiträge in den sozialen Medien sind ausdrücklich erwünscht und willkommen.

Auch von anderen Seite gab es mehrfach Dank und positive Stimmen: Die CAMPiXX habe großen Spaß gemacht – die Vorfreude auf das nächste Jahr ist bereits jetzt geweckt!

Nach der Campixx ist vor der Campixx ...

Wir kommen wieder!

Selfie von Olga Ernst und Andreas W. Ditze am Bahnhof Berlin. Im Hintergrund ist ein stehender ICE zu sehen.
Andreas W. Ditze und Olga Ernst am Bahnhof in Berlin
Unser Campixx-Recap 2025 Teil 1

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