Best Practices

Online Internet Marketing

Internet Marketing bzw. Online-Marketing – Die 9 Schlüssel zum Erfolg für B2B-Unternehmen

Die beiden Hauptaufgaben von Online Internet Marketing sind im Wesentlichen:

  1. Eine hohe Online-Sichtbarkeit erzeugen, um viele Nutzer dazu zu bringen die eigene Online-Präsenz zu besuchen.
  2. Eine hohe Conversion-Rate erzielen, um eine hohe Zahl der gewonnenen Besucher zu einer Aktion (bspw. Online-Einkauf oder Kontaktaufnahme) zu bewegen.

Vernachlässigt man eine dieser Aufgaben ist automatisch eine auch noch so gute Performance bei der jeweils anderen Aufgabe entwertet.

Beide Teilbereiche sind von vielen unterschiedlichen Facetten geprägt, die insgesamt eine hohe Komplexität aufweisen. Nicht umsonst hat sich um die Welt des Internet Marketing ein komplettes Business gebildet. Darüber ist das Thema auch von ständiger Veränderung geprägt. Google entwickelt seinen Suchalgorithmus kontinuierlich weiter, was bspw. wiederum neue Anforderungen an SEO stellt. An anderer Stelle entstehen neue Social Media Plattformen. Bestehende Instrumente verlieren an Bedeutung und wieder neues Wissen ist gefragt. Dieser Artikel soll Verständnis für die grundlegenden Aspekte beim Internet Marketing schaffen und typische Strategien der Teilaspekte SEO, Suchmaschinenmarketing sowie Social Media Marketing aufzeigen.

internet marketing: Trichter mit Kunden oben und Münzen am Ausgang

Grundlegende Zusammenhänge, die Internet Marketing Profis
immer auf dem Schirm haben sollten

Zusammenhang zwischen Online-Sichtbarkeit und Conversion-Rate

Die Kombination und Abhängigkeit der oben genannten beiden Aufgabenbereiche wird durch den Sales-Funnel oder Marketing-Funnel anschaulich sichtbar. Bei diesem Modell des Verkaufstrichters symbolisiert die Größe der oberen Öffnung die Sichtbarkeit, während das Verhältnis von oberer Einlass- zu unterer Auslass-Öffnung die Conversion-Rate (CR) darstellt.

Eine noch so große Einlass-Öffnung bringt wenig, wenn der Trichter nur einen sehr geringen Auslass bzw. eine geringe CR aufweist. Wenn nur eine geringe Zahl der Besucher konvertiert, d.h. zur gewünschten Aktion gebracht werden kann, müssen ungleich mehr potentielle Interessenten auf die Webseiten aufmerksam gemacht werden. An dieser Stelle sollte sich ein Internet Marketing Manager der Steuerung der Erwartungshaltung annehmen. In diesem Fall kommen die Besucher offensichtlich mit einer Erwartungshaltung auf die Seite, die schlussendlich nicht erfüllt wird. Entweder werden hier bei der Generierung der Websitebesucher falsche Erwartungen geweckt oder die Seite selbst kann die in sie gesetzten Erwartungen (bspw. im Hinblick auf die Usability) schlichtweg nicht erfüllen.

Genauso gilt auch im Umkehrschluss, dass selbst bei einer hohen Prozentzahl an konvertierenden Besuchern, die Zahl der gewünschten Online-Käufe oder Kontaktanfragen gering ist, sofern die Webseite nur eine geringe Seitensichtbarkeit aufweist. Dies klingt nach einer vergleichsweise einfachen Aufgabe für das Internet Marketing. Allerdings kann das Generieren von Websitebesuchern bei Nischenthemen schon zu einer kleinen Herausforderung werden. Hier kann es durchaus notwendig sein, dass das Feld des Internet Marketing verlassen wird und auf einer Ebene höher angesetzt werden muss, um bspw. im Produkt-Management bzw. Marketing neue Zielgruppen zu erschließen, die eine größere Reichweite versprechen.

Kann man SEO durch SEA (Suchmaschinenwerbung) im Internet Marketing-Mix ersetzen oder umgekehrt?

Die Optimierung der Internetseiten für Google & Co. und die Schaltung bezahlter Werbung sollten grundsätzlich Hand in Hand gehen. Eine Beschränkung des Digital Internet Marketing auf eine der beiden Tätigkeitsfelder empfiehlt sich nicht, da beide Bereiche ihre Vor- und Nachteile haben, die sich im Idealfall bestens ergänzen.

Die Schaltung von Suchmaschinenwerbung liefert kurzfristig Erfolge – zumindest aber Informationen, auf die an anderer Stelle aufgebaut werden kann.

Im Gegenzug dazu liefert SEO erst nach und nach Ergebnisse. So können sich Erfolge auch erst in 3 bis 6 Monaten abzeichnen. Dies wiederum ist für den Erkenntnisgewinn ein sehr großes Hemmnis. Daher sollte bei SEO auf das mit Hilfe der SEA-Aktivitäten gewonnene Wissen aufgebaut werden.

Als Haupt-Nachteil der SEA-Aktivitäten ist die nutzungsabhängige Bezahlung zu nennen – d.h. jeder Klick auf die Anzeige kostet wieder und wieder Geld. Für sehr erfolgreiche und hoch frequentierte Anzeigen werden damit hohe Kosten fällig. Diese Kosten können Internet Marketing Manager mit SEO zur Verbesserung des Rankings und sukzessiven Ablösung der SEA-Anzeige durch eine gute SEO-Platzierung reduzieren.

Zusammenhang zwischen Suchmaschinenpositionierung und Webseiten-Traffic beim Online-Marketing

Das eine Positionierung auf Seite 2 der Suchmaschinenergebnisse nur wenig Erfolg verspricht, ist sicherlich auch für Einsteiger ins Internet Marketing Business kein Geheimnis. Das Wissen über die Verteilung des Traffic auf die Links der ersten Seite ist jedoch für die Beurteilung des eigenen Internet-Rankings sehr hilfreich.

Dass die zweite Position bereits der erste Verlierer ist, trifft nicht nur auf die Ergebnisse der zweiten Seite zu, sondern auch auf die Position 2 der ersten Seite. Während ein Ranking auf Position 1 noch mit einer Klickwahrscheinlichkeit von fast 30% aufwarten kann, entfallen auf Position 2 schon nur noch reichlich 15% Wahrscheinlichkeit. Die Klickwahrscheinlichkeit fällt danach weiter exponentiell, so dass sie bei Position 10 nur noch bei weniger als 3% liegt.

Diese Werte verschlechtern sich noch, wenn sich auf der Suchergebnisseite Werbeanzeigen (AdWords), Google Shopping-Ergebnisse oder bspw. Featured Snippets befinden.

Im Gegensatz dazu verbessert sich die Klickrate des eigenen Eintrags durch die Anzeige von Sitelinks signifikant – zu Lasten der anderen Suchtreffer.

(Quelle: Sistrix 07/2020)

Grafik: Suchmaschinen-Positionierung

Aber nun zu den wichtigsten Erfolgsfaktoren für erfolgreiches Internet-Marketing.

(SEO) als Grundlage für eine hohe Sichtbarkeit im Internet: Rakete

Marketing-Erfolgsfaktor Nummer 1: Technische Suchmaschinenoptimierung als Grundlage für eine hohe Sichtbarkeit im Internet

Hohe Nutzerzufriedenheit für Google das A und O

Google möchte eine hohe Nutzerzufriedenheit erreichen. Damit untrennbar verbunden ist eine positive Nutzererfahrung beim Besuch der Suchergebnisse – also den dahinter befindlichen Websites. Deshalb legt Google viel Wert auf deren technische Qualität. Daher müssen Websites fehlerfrei und technisch einwandfrei nutzbar sein, um eine hohe Platzierung in den Suchergebnissen zu erzielen.

Geringe Ladezeiten reduzieren die Absprungrate

Im direkten Zusammenhang damit steht eine geringe Ladezeit. Niemand mag in der heutigen Zeit noch auf eine Webseite warten müssen. Dementsprechend beeinflusst die Ladezeit auch direkt die Absprungrate der Besucher, wie eine Google-Studie aus dem Jahr 2017 eindrucksvoll beweist:

  • Steigt die Ladezeit von 1s auf 3s an, ergibt es einen Anstieg der Absprungrate um 32%
  • Anstieg der Ladezeit von 1s auf 5s hat einen Anstieg der Absprungrate um 90% zur Folge

(Quelle: Google/SOASTA Research, 2017)

Grafik:Geringe Ladezeiten reduzieren die Absprungrate

Nutzerempfinden bzw. User Experience

Für ein gutes Nutzererlebnis bzw. User Experience ist neben der reinen Ladezeit auch ein technisch optimiertes Ladeverhalten essenziell. Im ungünstigsten Fall laden zuerst die Teile oder Bilder der Seite, die man nicht sofort sieht. Dann fühlt sich der Ladevorgang ungleich langsamer an. Im Idealfall lädt erst der Inhalt, der sich direkt im sichtbaren Bereich der Seite (above the fold) befindet und der Nutzer kann die Seite bereits erkunden, auch wenn noch nicht alle Inhalte fertig geladen sind.

Zusätzliche Anregungen für ein besseres Nutzerempfinden liefert Ihnen unser Impuls zum Thema User Experience.

Weitere Aspekte der technischen Suchmaschinenoptimierung

Neben den oben genannten Punkten sind noch diverse weitere Faktoren im Rahmen von technischem SEO zu beachten, die allesamt auf ein gute Nutzererfahrung einzahlen, wie bspw.:

  • Suchmaschinen-freundliche (SEF) URLs
  • Nutzung von Canonical Tags und 301-Weiterleitungen zur Vermeidung von Duplicate Content
  • Optimierung der Seiten für mobile Geräte
  • Vermeidung kaputter (Broken) Links
  • Integration von Meta-Daten bzw. Rich Snippets
  • Sicherheitsaspekte wie bspw. Verschlüsselung per HTTPS
Suchfeld

Marketing-Erfolgsfaktor Nummer 2: Qualitativ hochwertiger Inhalt in Anlehnung an die Bedürfnisse der gewünschten Zielgruppe

Um Online gefunden zu werden, benötigt man hochwertigen Content,
der für die gewünschte Zielgruppe eine hohe Relevanz hat und nach dem somit gesucht wird.

Analyse der Zielgruppen als Voraussetzung für bedarfsgerechten Content

Eine wichtige Voraussetzung für die Erstellung von SEO-optimiertem Content ist daher die Analyse der Zielgruppe und ihrer Bedürfnisse, um Informationen zu den richtigen Themen zu erhalten. Anhand der dabei gewonnenen Informationen können die Inhalte auf die Bedürfnisse und Interessen der Nutzer abgestimmt und somit relevanter gemacht werden.

Identifikation relevanter Keywords für optimales Ranking

Hat man die richtigen Themen identifiziert, gilt es noch zu ermitteln mit welchen Stichworten bzw. Suchphrasen am häufigsten nach diesen Themen gesucht wird. Hierfür wird eine Keyword-Analyse durchgeführt. Dabei werden die relevantesten Keywords identifiziert, die in den Inhalten verwendet werden sollten, um die Relevanz der eigenen Seiten zu den gewünschten Themen in den Suchergebnissen zu verbessern.

Für die Identifizierung der geeignetsten Keywords sind folgende Faktoren relevant:

  • Suchhäufigkeit
  • Wettbewerb
  • Suchintention

Suchhäufigkeit und Wettbewerbssituation als Keyword-Kriterien für beste Chancen

Jedem leuchtet ein, dass man Keywords wählen sollte, nach denen möglichst oft gesucht wird. Da dies jedoch auch den Mitbewerbern bekannt ist, sollte daneben auch die Wettbewerbssituation mit betrachtet werden. Bei gleicher Suchhäufigkeit sollte man daher das Keyword mit dem geringeren Wettbewerb wählen, um die eigenen Chancen zu erhöhen.

Suchintention als Indikator für die Erwartungshaltung des Nutzers

Last but not least ist die Intention hinter der Suche ein wichtiger Faktor. Hinter unterschiedlichen Suchbegriffen bzw. -phrasen verbergen sich auch unterschiedliche Absichten. Wenn jemand nach einer Produktbezeichnung sucht, könnte es sich um einen Kaufinteressenten handeln. Enthält die Suchphrase jedoch zusätzlich das Keyword „Anleitung“, ist der Suchende vermutlich bereits im Besitz des Produktes und hat lediglich seine Bedienungsanleitung verlegt. Eine Kauf-Intention ist daher eher unwahrscheinlich. Für einen Shop-Betreiber würde sich eine Keywordoptimierung auf diesen Begriff höchstens als sinnvoll erachten, wenn er ein Cross-Selling forcieren und Zubehörprodukte verkaufen möchte.

Möglichkeiten zur Platzierung der Keywords

Hat man die geeignetsten Keywords identifiziert, sollten diese aus inhaltlicher Sicht auch an vielen prägnanten Stellen genutzt werden:

  • URL der Seite – idealerweise schon direkt in der Domain
  • Titel der Seite
  • Meta-Description
  • oberste Überschrift (H1) der Seite
  • weitere Überschriften (H2, H3, …)
  • verlinkte Texte, die auf diese Seite verweisen
  • Alt-Texte von Bildern
  • innerhalb von STRONG-Tags
  • etc.

Eine Seite sollte dabei lediglich auf ein Keyword hin optimiert werden. Für den Aufbau einer großen Content-Basis eignet sich ein Blog sehr gut – bspw. als Ergänzung zu einem Shop. Der Blog kann dabei bspw. für Produkt-Reviews oder Neuvorstellungen genutzt werden. Auch können spezielle Features präsentiert oder Tipps zur Nutzung gegeben werden und so das Content-Angebot des Shops ergänzt werden. Über regelmäßig neue Artikel zu weiteren Themen können immer weitere Keywords mit Content unterfüttert werden, zu denen Sie gefunden werden möchten. Auf diesem Weg wird der Blog sukzessive mit Leben gefüllt, was die Relevanz für Ihre Zielgruppe weiter erhöht und damit ein wichtiger Baustein Ihrer Internet Marketing Aktivitäten sein sollte.

Ideale Keyword-Verteilung für bestmögliche Platzierung

Für eine erfolgreiche Platzierung in den Ergebnissen der Suche muss nicht nur das identifizierte Keyword präsent in den Inhalten vorkommen, sondern auch damit im Zusammenhang stehende Stichworte. Die Menge dieser im Kontext ebenfalls relevanten Stichworte und deren ideale Häufigkeit wird als Keyword-Verteilung bezeichnet. Die für SEO optimale Keyword-Verteilung wird für gewöhnlich anhand der ersten Ranking Ergebnisse in der Google Search ermittelt.

Mehrwerte für höhere Relevanz der Seite

Abschließend bleibt zu erwähnen, dass nicht nur die richtigen Keywords für den Erfolg der Seite verantwortlich zeichnen, sondern auch der Informationsgehalt bzw. Nutzwert des Inhaltes. Nur wenn dieser gegeben ist, wird die gewünschte Zielgruppe die Seite für sich als nützlich erachten, Ihnen als Seitenbetreiber Vertrauen schenken und für den nächsten Schritt bereit sein – bspw. einen Kauf oder eine Kontaktaufnahme. Auch Google hat das für sich erkannt und Mitte Juni 2022 mit dem „Helpful content update“ den offensichtlichen Mehrwert eines Seiteninhalts als entscheidenden Rankingfaktor mit hinzugenommen bzw. diesem einen höheren Wert beigemessen.

Um den besten Mehrwert für den Besucher zu erzielen, gibt es unterschiedliche Strategien. Allen voran sollte jedoch eine Zielgruppen-Analyse und Persona-Entwicklung stehen. Aber bitten Sie auch gern Ihnen nahestehende Kunden um Hilfe und Tipps. Befragen Sie diese doch ganz klassisch offline nach Ihren Bedürfnissen.

Holen Sie sich weitere hilfreiche Tipps und Anregungen in unserem digitalen Impuls B2B-Content-Marketing als Erfolgsfaktor.

Das hilfreiche Canvas zur Entwicklung von B2B-Personas!

Wichtiges Internet Marketing Instrument(SEA):Sprachrohr

Marketing-Erfolgsfaktor Nummer 3: Suchmaschinenwerbung als wichtiges Internet Marketing Instrument

Der Einsatz von Suchmaschinenwerbung ist eine wichtige Ergänzung zum SEO. Sie kann entscheidend dazu beitragen, die Sichtbarkeit in den Ergebnissen der Suche zu erhöhen und somit mehr Traffic und potenzielle Kunden zu generieren. Eine Seite mit Ads zu bewerben erzeugt oft eine höhere Aufmerksamkeit, da die Ads im Ergebnis der Suche oberhalb der generischen Treffer ausgespielt werden. Gleichzeitig erzielen Sie damit instantan Ergebnisse und nicht wie bei SEO erst nach einigen Wochen. Allerdings entstehen Ihnen dabei auch Kosten in Form von Pay-per-Click - d.h. je auf diesem Weg gewonnenem Websitebesucher.

Keyword-Auswahl entscheidend für beste Ergebnisse

Bei der Auswahl der Keywords zu denen man Werbung (bspw. Google Ads) schaltet, gelten ähnliche Kriterien wie für die SEO-Keywords. Daher kann man die Ergebnisse einer bereits durchgeführten Keyword-Analyse auch für das Digital Marketing mit SEA (Search Engine Advertising) nutzen.

Eine hohe Zahl an Suchanfrage sorgt auch hier für die gewünschte Einblende-Frequenz. Dies führt in aller Regel auch zu mehr Klicks auf die geschaltete Anzeige und damit mehr Traffic auf der Webseite.

Ein geringer Wettbewerb zu einem Keyword macht sich bei SEM direkt positiv im CPC-Preis (Cost per Click) bemerkbar und erhöht damit gleichzeitig den ROI (Return on Investment) der Ads. Bei hohem Wettbewerb müssen Sie für eine gute Platzierung einen hohen Klickpreis bieten. Weisen Ihre Produkte nur eine geringe Marge auf, kann dies schnell unrentabel werden. Über das Management Ihrer Anzeigen-Kampagne sollten Sie stets die wichtigsten Kennzahlen im Blick behalten und für eine stetige Optimierung sorgen.

Verringerung von Streuverlusten

Schlussendlich sorgt die Auswahl von Keywords mit der richtigen Such-Intention für die Reduzierung von Streuverlusten. Indem die Ads gezielt nur für die Zielgruppen angezeigt werden, die tatsächlich an dem Angebot interessiert sind, können Streuverluste noch weiter minimiert werden. Dies erfolgt über gezieltes Targeting, bei dem bestimmte demografische Merkmale, Interessen oder Standorte beim Ausspielen der Werbung Berücksichtigung finden.

Weiterhin ist auch das Wording entscheidend. Wie an vielen anderen Stellen im Internet Marketing kommt es auch hier auf die Steuerung der Erwartungshaltung an. Deutet man schon in der Anzeige an, was den potenziellen Websitebesucher erwartet, sind die Streuverluste geringer als wenn mit einer falschen Erwartungshaltung geklickt wird und diese nicht erfüllt wird.

Insgesamt sind Ads – auch im Rahmen von Social Media – eine wertvolle Ergänzung für den Online-Marketing-Mix. Eine weiteres Plus kann Affiliate Marketing liefern. Bei der Etablierung eines Affiliate-Programms als eine Form des Digital-Marketings wird eine Provision für die Vermittlung von Nutzern – i.d.R. bei erfolgreichem Abschluss – ausgelobt. Dies kann bspw. auch mit der Bereitstellung unterschiedlicher Werbe-Banner-Formate für Display-Ads kombiniert und unterstützt werden. Die so generierten Affiliate-Links wirken sich dabei auch oftmals positiv auf das Link-Building aus und bieten damit in mehrfacher Hinsicht Vorteile.

Zahlreiche weitere Tipps und Anregungen liefert Ihnen unser digitaler Impuls Google-Ads-Kampagnen erstellen und erfolgreich optimieren.

Social Media Marketing: verschiedene Social-Media-Symbole

Marketing-Erfolgsfaktor Nummer 4: Social Media Marketing

Ein weiterer wichtiger Baustein im Internet-Marketing ist das Social Media Marketing. Oft werden Social Media Plattformen, wie facebook, linkedin, youtube und Co., jedoch gerade von B2B-Unternehmen vernachlässigt. Ähnlich wie die Suchmaschinenoptimierung und Ads trägt es dazu bei, die Sichtbarkeit einer Marke oder eines Unternehmens in den Sozialen Medien zu erhöhen und neben dem reinen Branding somit für mehr Traffic auf der eigenen Webseite zu sorgen und Kunden zu generieren.

Ermittlung der relevanten Social Media Kanäle

Ein entscheidender Faktor beim Social Media Marketing ist die Ermittlung der für die Zielgruppe relevanten Social Media Kanäle.

Grafik:Ermittlung der für die Zielgruppe relevanten Social Media Kanäle Facebook, Instagram

Dies hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie dem Alter, dem Geschlecht und den Interessen der Zielgruppe. Zum Beispiel sind ältere Nutzer in aller Regel auf anderen Kanälen aktiv (bspw. Facebook und Linkedin) als Jüngere (bspw. Instagram, Twitter, Tiktok, etc.). Entsprechende Statistikdaten belegen dies sehr anschaulich:

Facebook-Nutzung:

  • 16-19 Jahre: 39%
  • 20-29 Jahre: 69%
  • 30-39 Jahre: 80%
  • 40-49 Jahre: 68%
  • 50-59 Jahre: 59%

Instagram-Nutzung:

  • 16-19 Jahre: 78%
  • 20-29 Jahre: 81%
  • 30-39 Jahre: 68%
  • 40-49 Jahre: 49%
  • 50-59 Jahre: 32%

(Quelle: Statista, veröffentlicht Juni 2022)

Richten sich Ihre Produkte also an die Generation bis 29 Jahre, sollten Sie zu Instagram greifen. Adressieren Sie eher den Bereich von 30 Jahren aufwärts, sollten Sie eine Kampagne auf Facebook in Ihr Internetmarketing integrieren.

Veröffentlichung zielgruppengerechter Inhalte

Um die Zielgruppe erfolgreich zu erreichen, ist es wichtig, relevanten Content zu erstellen und zu veröffentlichen. Dies mit Hilfe unterschiedlichster Medien – bspw. Posts, Bilder, Videos – erfolgen. Der Inhalt sollte auf die Interessen und Bedürfnisse der Zielgruppe abgestimmt sein und dazu beitragen, die Marke oder das Unternehmen positiv darzustellen. Nicht nur das Thema ist relevant. Auch die genutzten Medien bzw. gewünschte Darreichungsform wird von Experten gut geplant, um den besten Erfolg bei den einzelnen Nutzergruppen zu erzielen. Das jüngere Zielpublikum bevorzugt bspw. eher Video. Ebenso ist die richtige Anzahl der Veröffentlichungen pro Woche oder Monat entscheidend. Eine zu hohe Anzahl kann schnell in den nervigen Bereich geraten, während bei einer zu niedrigen Anzahl die Sichtbarkeit leidet. Eine vorherige Analyse ist auch hierfür unumgänglich.

Zielgruppengerechte Werbung

Eine weitere Möglichkeit, um die Sichtbarkeit auf Social Media zu erhöhen, ist die Verwendung von Social Media-Werbung. Analog zur SEM kann diese in den Sozialen Netzwerken sogar noch gezielter auf bestimmte Zielgruppen ausgerichtet werden und ermöglicht es, die Reichweite von Beiträgen oder der Marke zu erhöhen.

Insgesamt ist Social Media Marketing ein wichtiger Bestandteil des Online-Marketing-Mixes und Traffic-Lieferant. Durch die Ermittlung der für die Zielgruppe relevanten Social Media Kanäle, die Erstellung relevanter Beiträge und die Verwendung von Social Media-Werbung können diese Ziele erreicht werden.

Linkaufbau:zwei Kettenglieder

Marketing-Erfolgsfaktor Nummer 5: Link-Building

Link-Building ist ein wichtiger Bestandteil der Suchmaschinenoptimierung (SEO), der aufgrund seiner Mächtigkeit und Brisanz an dieser Stelle als separater Punkt aufgeführt wird. Die richtigen Links können erheblich zur Sichtbarkeit beitragen und damit für mehr Traffic sorgen und potenzielle Kunden generieren. Die falschen Instrumente können aber auch den gegenteiligen Effekt haben und alle anderen Digital-Marketing-Aktivitäten torpedieren.

Link-Building umfasst verschiedene Methoden, die darauf abzielen, Links von anderen Websites auf die eigene Website zu erhalten. Es gibt dabei unterschiedliche Arten von Links, die je nachdem, wo sie verwendet werden, als Onsite- oder Offsite-Links bezeichnet werden.

Onsite-Optimierung

Onsite-Links sind Links, die innerhalb der eigenen Website verwendet werden, um auf andere Seiten innerhalb des eigenen Internetauftritts zu verweisen. Sie tragen dazu bei, die Benutzerfreundlichkeit und die interne Verlinkung zu verbessern und liefern somit auch Vorteile bei der SEO-Performance. Eine entsprechende Analyse mit darauf abgestimmter Onpage-Optimierung sollte zu den regelmäßigen Aktivitäten des Internet Marketing zählen – mindestens aber nach größeren inhaltlichen oder strukturellen Änderungen beispielsweise im Rahmen eines Relaunchs.

Offsite-Link-Aufbau

Offsite-Links sind Links, die von anderen Websites auf die Eigene verweisen. Sie tragen dazu bei, die Sichtbarkeit der Website in den Suchmaschinen zu erhöhen und somit mehr Traffic und potenzielle Kunden zu generieren.

Aktiver Link-Aufbau sollte dabei nicht nur der Agentur überlassen werden, sondern als ein wichtiger Aspekt des Internet Marketings im ganzen Unternehmen verankert werden. Suchen Sie aktiv Kontakte zu befreundeten Unternehmen, ergänzenden Dienstleistern in Ihrem Business, o.a. und fragen Sie bspw. eine gegenseitige Verlinkung an. Auch die Banner-Schaltung auf Branchenportalen, einem in Ihrem Themenfeld namenhaften Blog oder ähnlichen Plattformen ist ein probates Mittel zum Link-Aufbau im Internet Marketing.

Vertreiben Sie ein Produkt über einen Shop im Internet, kann auch die Bewerbung Ihrer Produkte mit einem Affiliate-Programm das Internetmarketing unterstützen und beim Link-Aufbau helfen. An dieser Stelle kann die Zusammenarbeit mit einem Influencer für hochwertige externe Links sorgen. Lassen Sie ihn Ihr Produkt testen und mit einem Affiliate-Link auf Ihre Webseite verweisen. Wird der Artikel nach Klick auf den Link gekauft, erhält der Influencer eine gewisse Vermittlungsprovision.

Noch ein Tipp damit sich Ihr Link-Aufbau im Web nicht in die falsche Richtung entwickelt: Wenn Sie eine Agentur beim Offsite-Link-Aufbau um Hilfe bitten, sollten Sie diese genau nach deren geplanten Strategie fragen, um ungewünschten Aufbau negativer Links zu vermeiden.

Abbau negativer Links (bad links)

Es ist wichtig, darauf zu achten, dass nicht nur positive, sondern auch negative Links berücksichtigt werden. Negative Links sind Links von unseriösen oder schlecht gepflegten Websites, die die Reputation einer Website schädigen können. Es ist daher wichtig, solche Links zu entfernen oder abzuwerten, um die SEO-Performance nicht zu beeinträchtigen.

E-Mail-Marketing:Briefe in Form von Papiervögeln fliegen aus dem Briefkasten

Marketing-Erfolgsfaktor Nummer 6: E-Mail-Marketing

Um vorhandene Kunden oder Interessenten zu halten oder sogar näher an sich zu binden, ist E-Mail-Marketing ein wichtiges Mittel. Es bietet Ihnen die Möglichkeit, der direkten Kommunikation, um relevante und personalisierte Inhalte per Mail zu liefern.

Newsletter für regelmäßige Verbreitung von Inhalten

Eines der bekanntesten und gleichzeitig wirksamsten Werkzeuge im E-Mail-Marketing sind Newsletter. Auch wenn es sich um eine altbewährte Maßnahme aus den Anfängen des Internet Marketing handelt, die schon mehrfach für tot erklärt wurde, so sprechen dessen Beliebtheit und die damit verbundenen guten Ergebnisse doch immer wieder für sich.

Newsletter erlauben den regelmäßigen Kundenkontakt zur Information über Produkte, Dienstleistungen und andere Neuigkeiten. Sie können auf diesem Weg dazu genutzt werden, Traffic auf die Unternehmenswebsite zu lenken und so die Sichtbarkeit im Web zu erhöhen.

Mehr Details und wichtige Anregungen erhalten Sie in unserem digitalen Impuls Newsletter erstellen und E-Mail-Marketing erfolgreich nutzen.

Herausforderungen bei der Inhaltserstellung

Eine Herausforderung der Regelmäßigkeit sind die immer wieder benötigten neuen Inhalte. Im Rahmen eines Shops stellt sich dieses Problem eher weniger. Neue Artikel oder aktuelle Produkt-Angebote bieten an dieser Stelle in der Regel genug Stoff, um für die gewünschte Aufmerksamkeit zu sorgen. Bei Websites ohne E-Commerce-Hintergrund fällt es dagegen meist ungleich schwerer immer mit neuen und dennoch interessanten Inhalten aufzuwarten.

Evergreen-Kampagnen zum Lead Nurturing

Dieses Problem kennen Evergreen-Kampagnen wiederum nicht. Wie der Name schon andeutet, arbeitet man hier mit Inhalten, die keinem so hohen zeitlichen Verfall unterliegen oder womöglich an bestimmte Ereignisse gebunden sind. Daher kann dieser Content zu jeder Zeit bzw. immer wieder an wechselnde Empfänger versendet werden. Evergreen-Kampagnen sind ein bewährtes Mittel von Marketing Automation. Im Rahmen dessen dienen sie in der Regel der Kunden-Entwicklung. Potenziellen Interessenten erhalten in vorher definierten Abständen die in der Kampagne festgelegten Evergreen-Inhalte. Ziel dessen ist häufig der Aufbau von Vertrauen, einer gewissen Reputation bzw. der Bereitstellung von Inhalten, die den Interessenten davon überzeugen den nächsten Schritt zu gehen – bspw. einen Kauf oder eine Kontaktaufnahme.

Sie wollen tiefergehende Einblicke in Marketing Automation? Mehr Details dazu erhalten Sie in unserem Best Practice-Format "Hintergründe und Best Practices zu Lead-Nurturing".

Personalisierung von Mail-Inhalten

Eine wichtige Komponente erfolgreichen E-Mail-Marketings ist die Personalisierung. Indem Unternehmen ihre E-Mails an die individuellen Bedürfnisse und Interessen ihrer Kunden anpassen, können sie die Öffnungs- und Klickraten deutlich erhöhen. Eine personalisierte Mail wird von den Empfängern als relevanter und interessanter wahrgenommen und führt daher häufig zu einer höheren CR.

Bei Evergreen-Kampagnen und Personalisierung handelt es sich um typische Instrumente im Rahmen einer Marketing Automation-Strategie.

Marketing Automation: zwei Gänge

Marketing-Erfolgsfaktor Nummer 7: Einsatz von Marketing Automation

Wie die vorgenannten Beispiele der Evergreen-Kampagnen als auch die Personalisierung aufzeigen, ist ein effizientes Internet-Marketing ohne den Einsatz von Automatisierung heute kaum mehr möglich. Auch erfordern immer stärkere Datenschutz-Einschränkungen eine immer effizientere Nutzung der noch vorhandenen Marketing-Möglichkeiten im Web.

Nutzererwartungen orientieren sich im Internet heute an Amazon, Google und Co.

Die Ansprüche der Internetnutzer bzw. deren durch Amazon, Google und Co. geprägte Erwartungshaltung setzen kürzeste Reaktionszeiten, personalisierte Inhalte und speziell auf die Bedürfnisse zugeschnittene Angebote in der heutigen Zeit fast schon voraus. Um dieser Erwartung gerecht werden zu können, ist der Einsatz einer Marketing Automation-Lösung unumgänglich.

Effizienzsteigerung als Hauptargument für Marketing Automation

Dabei ist eines der wichtigsten Argumente für den Einsatz von Marketing Automation die Steigerung der Effizienz. Marketing Automation ermöglicht es Unternehmen, wiederkehrende Aufgaben wie das Versenden von E-Mails oder das Verfolgen von Webaktivitäten zu automatisieren, was Zeit und Ressourcen spart.

Marketing Automation verbessert die Kundenbindung

Ein weiteres wichtiges Argument für den Einsatz von Marketing Automation ist die Möglichkeit, die Kundenbindung zu verbessern. Durch die Nutzung von Methoden des personalisierten Marketings können Unternehmen ihre Kunden individuell ansprechen und ihnen relevante Inhalte liefern, was dazu beitragen kann, die Kundenbindung zu stärken.

Mehr und bessere Möglichkeiten zur Kampagnen-Analyse im Internet Marketing

Marketing Automation bietet Unternehmen auch die Möglichkeit, ihre Marketing-Kampagnen besser zu verfolgen und zu analysieren. Mit den richtigen Tools und Analysen können Unternehmen genau nachvollziehen, wie ihre Marketing-Kampagnen funktionieren und wo es Verbesserungspotential gibt.

Mehrwerte durch Marketing Automation

Eine Befragung von ca. 400 Unternehmen ergab die folgenden wichtigsten Punkte zum Nutzen von Marketing Automation:

  • Effizientere Prozesse
  • Personalisierte Kommunikation
  • Mehr Conversions (Registrierungen, Käufe)
  • Zeitersparnis der repetitiven Aufgaben
  • Höhere Qualität von Leads und Kontakten

(Quelle: Marketing Automation Report 2022, ZHAW School of Management and Law)

Einsatz von Marketing Automation erwiesenermaßen erfolgsrelevant für Internet-Marketing

Weiterhin konnte die Studie einen sehr interessanten Zusammenhang offenbaren, der die Wichtigkeit des Einsatzes von Marketing Automation im Internet-Marketing noch einmal unterstreicht: Von den Firmen, die nach eigenen Angaben bei der Umsetzung ihrer Online-Marketing-Ziele eher Erfolg verzeichnen, setzten 62% Marketing Automation ein. Die Firmen, die nach eigenen Angaben im Online-Marketing eher weniger erfolgreich agieren, setzten lediglich zu 30% auf Marketing Automation.

Sie möchten mehr über Marketing Automation erfahren? Dann liefern Ihnen unsere Hintergründe und Best Practices zu Marketing Automation bzw. deren Königsdisziplin Lead Nurturing wichtige Grundlagen gepaart mit hilfreichem Praxis-Wissen.

Conversion-Hürden: Bananenschale

Marketing-Erfolgsfaktor Nummer 8: Vermeidung von Conversion-Hürden

Hierbei handelt es sich um Faktoren, die dafür sorgen, dass Nutzer auf einer Website nicht zu Kunden werden. Sie können in verschiedenen Formen auftreten und stellen ein großes Hindernis für Online-Marketing-Kampagnen dar. Denn hat man einen Interessenten erst einmal mit viel Zeit und Aufwand auf seine Website gelockt, sollte unter allen Umständen vermieden werden, dass er sie unverrichteter Dinge wieder verlässt.

Technisches SEO für weniger Conversion-Hürden

Eine hohe Zahl typischer Conversion-Hürden vermeiden Sie bereits mit den im Erfolgsfaktor Nummer 1 geschilderten Maßnahmen zur technischen Suchmaschinenoptimierung (SEO).

Bessere Zugänglichkeit der Seiten für Mobil-Geräte

Eine weiterer wichtiger Punkt ist die Optimierung der Website für mobile Endgeräte. Immer mehr Interessenten nutzen ihr Smartphone oder Tablet, um im Internet zu surfen. Wenn eine Website nicht für mobile Endgeräte optimiert ist, kann dies dazu führen, dass Nutzer die Seite verlassen und sich eine andere anschauen. Um dies zu vermeiden, sollte die Website für mobile Endgeräte optimiert sein und eine gute Benutzerfreundlichkeit aufweisen.

Hohe Nutzerfreundlichkeit bzw. User Experience für mehr Conversions

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Nutzerfreundlichkeit der Website. Nutzer sollten sich auf der Seite zurechtfinden und schnell das finden, wonach sie suchen. Eine klar strukturierte Navigation, übersichtliche Menüs und sinnvolle Unterseiten tragen dazu bei, dass Nutzer sich auf der Website zurechtfinden und länger bleiben. Vereinfacht gesprochen müssen kurze Wege und möglichst wenig Klicks bis zum Ziel das A und O bei der Erstellung einer erfolgreichen Website sein.

Weitere wichtige Aspekte und Anregungen vermittelt Ihnen unser digitaler Impuls zum Thema User Experience als Erfolgsfaktor.

Formulare als häufige Conversion-Hürde

Abschließend sei noch eine sehr häufig anzutreffende Hürde erwähnt – Formulare, die den potenziellen Nutzer mit Unmengen an Eingabefeldern förmlich erschlagen. Daher sollten Formulare auf ein Minimum an Eingabedaten reduziert werden. Es ist kein Problem einen Interessenten nach seiner Kontaktaufnahme noch nach weiteren Informationen zu befragen. Ein von einem Formular abgeschreckter Nutzer ist jedoch häufig verloren.

Strategisches Vorgehen: Schach

Marketing-Erfolgsfaktor Nummer 9: Strategisches Vorgehen statt willkürlicher Maßnahmen

Wie Eingangs bei der Erörterung zur Ersetzbarkeit von SEO- gegen SEM-Maßnahmen (oder umgekehrt) bereits angedeutet wurde, so ist für erfolgreiches Internet-Marketing ein strategisches Vorgehen entscheidend. Die einzelnen Marketing Instrumente müssen sorgsam ausgewählt, priorisiert und miteinander verzahnt werden, um im Marketing auch digital gut aufgestellt zu sein. Ideal ist natürlich zudem die Abstimmung mit Offline-Marketingmaßnahmen.

Kontinuität ist das A und O des Internet Marketings

Allen voran Google zieht die kontinuierliche Entwicklung einer Website mit in die Bewertung der Relevanz und damit als Ranking-Kriterium heran, weshalb eine stetige Weiterentwicklung regelmäßigen Relaunches aus Sicht des Suchmaschinenmarketing grundsätzlich vorzuziehen ist. Erfolgt bspw. auch der Abbau negativer Links sehr „ruckartig“ so ist dies für Google ein zusätzliches negatives Signal. Im Umkehrschluss werden bspw. ein hohes Domain-Alter und ein sukzessives organisches Wachstum der Inhalte als positiv bewertet.

Aber auch an anderen Stellen – bspw. der Veröffentlichung von Newsletter-Inhalten oder Posting in Social Media – erreichen Sie mit Kontinuität und Regelmäßigkeit im Internet vielfach bessere Unternehmenserfolge als mit einzelnen Hauruck-Aktionen. Regelmäßige Veränderungen sind symptomatisch für das Internet und erfordern ein permanentes Optimieren und im Zweifel auch Gegensteuern.

Aufwand und Nutzen sollten stets gegeneinander abgewogen werden

Im Hinblick auf die Strategie muss man auch wissen, dass die Umsetzung unterschiedlicher SEO-Maßnahmen mit viel oder wenig Aufwand verbunden sein kann. Daneben zeigen die verschiedenen Maßnahmen im Web unterschiedlich große Auswirkungen auf die Sichtbarkeit in den Suchmaschinen. Daher ist es strategisch sinnvoll, sich im ersten Schritt prioritär auf die Maßnahmen mit geringem Aufwand bei größtem Nutzen zu konzentrieren und erst danach Aufgaben mit höherem Aufwand und ggf. geringeren Effekten anzugehen.

Zu diesem Zweck müssen Maßnahmen bzw. deren Aufwand und Nutzen messbar und damit vergleichbar werden. An dieser Stelle kommen unterschiedliche Analytics-Werkeuge zum Einsatz. Am bekanntesten ist an dieser Stelle sicher Google Analytics. Im Zuge von DSGVO hat parallel auch die Verbreitung von Matomo Analytics stärker zugenommen. Diesem Thema widmet sich der Bereich des Performance Marketings für messbar mehr Erfolge.

Priorisierung der Aufgaben sollte auch die gegenseitigen Abhängigkeiten berücksichtigen

Auch machen teure SEA-Maßnahmen zur Traffic-Generierung nur wenig Sinn, wenn die Website große Teile des teuer eingekauften Traffics über Conversion-Hürden verpuffen lässt. In diesem Fall sollte eine entsprechende Priorisierung dafür sorgen, dass die Strategie im Einklang mit den gewünschten Zielen geht. Selbstverständlich sind die Ziele der Unternehmen im Web nicht immer identisch. Daher müssen die Strategien für das Internetmarketing durch die Agentur gut daran angepasst werden.

Die Basis einer solchen Strategie bilden auf Basis von Attribution Modellen ermittelte Kennwerte. Einzelheiten zu den unterschiedlichen Attribution Modellen, Tipps zur Auswahl des richtigen Attribution Modells und noch viel mehr Hintergrundwissen bietet Ihnen unser Praxiswissen zum Thema Performance Marketing

Fazit

Der gewünschte Erfolg des Internet Marketing stellt sich in der Regel weder von selbst ein, noch ist man damit jemals fertig. Durch sich immer wieder ändernde Suchmaschinen-Kriterien in Kombination mit den Online-Marketing-Maßnahmen der Mitbewerber bedarf es bei diesem Thema einer sinnvollen Planung, Definition und Umsetzung notwendiger Maßnahmen. Daran sollte sich immer die Überwachung der Auswirkungen sowie die Ableitung von Folge-Maßnahmen anschließen. Wie Ihnen sicherlich aufgefallen ist, entspricht dies der Etablierung eines gewöhnlichen Regelkreises. Erschwerdend kommt hinzu, dass die Auswirkungen der Maßnahmen im Regelfall eine gewisse Zeit benötigen bis sie sichtbar bzw. messbar werden.

Durch wechselseitige Auswirkungen von Maßnahmen – bspw. durch Verlinkungen – können die Effekte sich sowohl zum Vorteil der gewünschten Seiten als auch gleichzeitig negativ auf andere Bereiche der Website auswirken. Die Betrachtung des Gesamtbildes ist deshalb enorm wichtig. Dies sorgt gleichzeitig dafür, dass man bei Betrachtung der unterschiedlichen Faktoren nie 100% erreichen wird. Wenn man entsprechende Analyse-Software nutzt, sollte man deren Ergebnisse daher auch genau prüfen. Ein Erreichen der 80%-Marke ist dabei häufig schon als sehr gut zu werten.

Wenn Sie sich unschlüssig ob der Bewertung der unterschiedlichen Kriterien sind, so empfehlen wir das Hinzuziehen eines entsprechenden Online-Marketing-Spezialisten bzw. die Inanspruchnahme entsprechender Dienstleistungen. Häufig kann man mit überschaubarem Aufwand schon sehr gute Ergebnisse erzielen. Daher kommt es nicht zuletzt auf die richtige Priorisierung der Maßnahmen an damit Sie Ihr Budget an der richtigen Stelle einsetzen.

Janine Dönges

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Janine Dönges
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